Bukarest vom 25. - 27. Mai
2009 |
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Wir fahren quer durch das
Fagaras-Gebirge und immer entlang der
Olt und später durch den
Cozia-Nationalpark. Hier sind die Berge
zwar nicht ganz so hoch (ca. 1600 m), aber es sieht auch sehr
steil und ursprünglich aus…bestimmt für schöne Wanderungen
geeignet. Wir aber müssen weiter... Bei Pitesti fahren wir
auf die Autobahn - sie ist schon ein ganzes Stück weiter
ausgebaut, als auf unserer Straßenkarte eingezeichnet - es sind
noch 120 km bis Bukarest. |
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Die Autobahnabfahrt nach
Bukarest.
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Hier begrüßt uns Reklame, wie in allen
Großstädten.
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Am Stadtrand sehen wir dann viele
sozialistische Plattenbauten.
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Das Hotel "Capitol" hat unser GPS-Gerät
ausgesucht. Wir finden es aber erst nach einigen Irrfahrten.
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Es ist ein schönes altes Haus, geradezu
hochherrschaftlich. Es kostet allerdings 108 € pro Nacht. Dafür
bekommen wir aber das Apartment im Turm (ganz oben) zum
Doppelzimmerpreis.
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Es ist eine richtige Wohnung mit großen
Zimmern und nachdem wir richtig gelüftet haben, fühlen wir uns
sehr wohl hier.
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Der Ausblick von unserem Balkon auf die
Stadt ist toll.
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Wir sind sehr müde und suchen uns für diesen
Abend
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nur schnell ein Lokal für ein
Abendessen und essen sehr gut (Käseplatte für Hannes und Lachs
mit Kartoffelbrei für Moni) - allerdings mit musikalischer
Begleitung...
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Am nächsten Morgen starten wir mit
frischen Kräften zum Sightseeing in die Stadt. Wir überqueren den
Dâmboviţa-Fluß und
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laufen
danach direkt auf diesen Monsterbau des Herren
Ceauşescu
zu, den Wikipedia als
Zuckerbäckerstil bezeichnet.
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Es mutet tatsächlich größenwahnsinnig an,
was der Herr sich da ausgedacht hat und dessen Fertigstellung
1989 er nicht mehr erlebte. Der
Palast hat über 3.000 Zimmer.
Jetzt tagt hier das Parlament des neuen Rumänien und es
befinden sich Museen, verschiedene Botschaften und
Ministerien darin. Und noch immer stehen viele Räume leer. |
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Vom Palast aus gehen wir den
Bulevardul Unirii (dt. "Boulevard der Einheit", bis 1990
"Boulevard des Sieges des Sozialismus") entlang, der eine
Sichtschneise zum Piata Alba Iulia bildet und ca. 3 km lang ist. |

Rechts uns links der Prachtstraße
befinden sich postmoderne Häuser, die anfangs noch durch gut
besuchte Restaurants belebt sind. |
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Wir laufen etwa die Hälfte der Allee ab
und sind entsetzt.
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Die Wege sind schmutzig, die Grünanlagen
ungepflegt und
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viele Geschäfte stehen leer.
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In den Geschäften und Restaurants, die
geöffnet sind, sehen wir keinen Menschen.
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Am Piata Unirii kann man den
Parlamentspalast sehen.
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Hier gibt es einige Kaufhäuser,
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wovon wir uns eines von innen anschaun. Das
Angebot entspricht westlichen Kaufhäusern, aber es gibt kaum
Käufer.
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Überall in der Stadt finden wir neue Bauten, die
ganz oft im krassen Kontrast zu den alten oder Plattenbauten
stehen.
Diese Ensemble links im Bild könnte auch aus
Amerika stammen.
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Wir sind fasziniert von den vielen noch gut
(bzw.wieder
gut) erhaltenen Häusern und Kirchen der vorletzten
Jahrhundertwende. |
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Das
Athenäum ist heute Philharmonie.
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George Enescu Museum
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Nationaltheater und Oper
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Auch ein
Casino gibt es hier.
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die
Universitätsbibliothek
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Romulus und Remus gibt's auch in Bukarest?
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Die ehemalige
Karawanserei Hanul Manuc -
gebaut am Anfang des 19. Jahrhunderts von dem armenischen
Kaufmann Manuc Bei - soll heute ein Restaurant und Hotel sein.
Aber es ist geschlossen. Wegen Renovierung? Wir wissen es
nicht. |
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Hier sind wir in der
Lipscani (dt. Leipziger Straße) und erfahren, daß man bei
Sanierungsarbeiten in diesem Viertel mittelalterliche Baureste
gefunden hat und nun der gesamte Straßenzug eine einzige
Ausgrabungsstätte ist.
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Im Lipscani-Viertel haben sich viele
Künstler angesiedelt.
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Und ein deutsches Restaurant mit Namen
"Oktoberfest" gibt es hier.
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Es gibt aber auch noch viel zu tun. |

Eine hübsche Galerie wo es stark nach Opium riecht. |
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Nach so vielen Straßen und Häusern tut uns
ein Spaziergang durch den
Cismigiu-Park sehr gut.
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Wir fahren einmal mit der Metro
zum Piata Victoriei (dt. Viktoria-Platz), wo es
einige moderne Hochhäuser gibt. |
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Abends belohnen wir uns mit einem Besuch der
urigsten Kneipe der Stadt - der Brauerei-Gaststätte "Caru
cu Bere" - und obwohl sie in jedem Reiseführer empfohlen
wird, ist sie immer noch gut und auch wir sind schwer
begeistert. Das Essen und der Service sind einwandfrei. Das
Haus muß man sich unbedingt von innen anschaun.
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Hannes bestellt Entenbrustfilet mit
Tomatensalat und Brot und Moni Hähnchenbrust in einer fetten
Sahnesoße mit Polenta, dazu Sauerkraut und Paprikasalat.
Für das Ganze bezahlen wir lächerliche 25 €
- mit Bier und Tuika (typischer rumänischer Pflaumenschnaps) -
kaum zu glauben. |
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Danach ziehen wir noch mal in
das Leipziger Viertel, um ein bißchen Abschied von Bukarest zu
feiern. Die Straßenkneipen begeistern uns und bei einem Glas
Murfatlar, den wir noch auch DDR-Zeiten kennen, beobachten wir
noch eine ganze Weile das Treiben der Bukarester. |
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| Vor unserem Hotel findet anscheinend die
Abschlußfeier einer Schule statt und wir kommen aus dem Staunen
nicht heraus - so schick hätten wir uns die Rumäninnen nicht
vorgestellt. |