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Besuch einer Teefabrik und
Bergbesteigung Adam's Peak,
am 22.02.2008
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Heute durften wir mal etwas länger schlafen,
denn erst um 8.30 Uhr wurden wir von Joseph abgeholt.
Erstes Ziel auf dem Weg zum Adam's Peak sollte eine Teefabrik sein.
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Gestern nacht war Vollmond gewesen und diese Tage
sind in Sri Lanka Feiertage, d.h. es wird nicht gearbeitet und auf den
Teeplantagen ist auch kein Tee gepflückt worden. Erst heute morgen hat die Tee-Ernte
wieder begonnen und am Nachmittag werden die ersten Lieferungen in dieser
Teefabrik ankommen.
So war es in den Fabrikhallen sehr ruhig. Als erstes mußten wir eine Schürze und
ein Käppi anziehn.
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Ein Guide führte uns durch die Hallen und wir
erfuhren, wie der berühmte Ceylon-Tee hergestellt wird. Wir lernten, daß die
groben großen Tee-Blätter nicht der beste Tee sind. Der hochwertigste und
würzigste getrocknete Tee hat eine eher krümelige bzw. fast staubartige
Konsistenz. Das war uns neu. |
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Wir bekamen eine Kostprobe von frisch aufgebrühte
Ceylon-Tee (allerdings die etwas leichtere Sorte)
und kauften natürlich einige Tütchen, um es zu Hause selbst zu versuchen.
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Wir sahen uns noch einige Teeplantagen an, die die
sanfte Hügellandschaft hübsch begrünen.
Übrigens wächst der wirklich hochwertige Tee
erst ab einer Höhe ab 1.500 ü.M. heran.
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Die Tee-Ernte war hier im vollem Gange und eine
Tee-Pflückerin durften wir (gegen ein geringes Entgeld) auch filmen und
fotografieren.
Die meisten Tee-Pflückerinnen hier sind Tamilen-Frauen, die diese
Knochenarbeit verrichten müssen. |
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Weiter ging die Fahrt wieder an Wasserfällen und
an dem riesigen Maskeliya-See vorbei.
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Und dann sahen wir ihn - den Adam's Peak - das
Ziel unserer nächsten Nacht.
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In Dalhousie bezogen wir im Wathsala-Inn ein
kleines Zimmer
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und bekamen ein köstliches Mittagessen. Zum Curry
gab es wieder viele verschiedene Pickles und Soßen.
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Von der Terrasse aus, wo wir unser Essen
verspeisten hatten wir einen direkten Blick auf den Adam's Peak.
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Wir hatten den Nachmittag für uns und
spazierten
ein bißchen durch das Dorf,
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über eine Brücke
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bis zu den ersten Stufen, die wir heute nacht noch
einmal gehen werden
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und durch das Eingangstor, wo für alle Pilger die
Besteigung dieses heiligen Berges beginnt.
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An dieser Stupa kehrten wir um
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und bereiteten uns auf das bevorstehende Ereignis
vor - mit einem kräftigendem Abendessen und
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den letzten Eintragungen ins Tagebuch
- für heute.

Wir gingen gegen 21 Uhr in unser
"Himmelbett", aber die Nacht wurde nicht nur kurz, sondern auch unruhig. |
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Kurz vor 2 Uhr starteten wir.
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Den Weg durch dieses Tor kannten wir ja schon.
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Die 4.800 Stufen waren oft ungleichmäßig und
unterschiedlich hoch, |
aber Buddha begleitete unseren Weg.
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Wir hatten uns Stirnlampen gekauft, aber die
Treppen waren beleuchtet. |

Nach einer Stunde brauchten wir
dringend eine Verschnauf-pause.
Die Luft war kalt, aber die
Anstrengung ließ uns heftig schwitzen. |
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Die Stufen wurden steil und steiler.
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Ab und zu gab es kleine Verkaufsstände, die
Getränke und zahllosen Schnick-Schnack verkauften. Sie haben wohl Tag und Nacht
geöffnet. Alles ist total überteuert, aber man kann das verstehen, denn alle
Waren sind die vielen Stufen hoch geschleppt worden. |
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Gegen halb 5 hatten wir es geschafft und staunten
nicht schlecht. Überall lagen und saßen Menschen - Männer und Frauen, Junge und
Alte, Babys - unglaublich. |
Die meisten waren wohl schon gestern aufgebrochen und warteten nur noch darauf,
daß die Sonne aufgeht.
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Auf dem Gipfel befindet sich der legendäre Fußabdruck (von Buddha für die
Buddhisten, von Shiva für die Hindus, vom Heiligen Thomas glauben die Christen
und von Adam die Moslems), den man aber nicht fotografieren darf.
Wir vertrieben uns die 1 1/2 Stunden Wartezeit bis zum Sonnenaufgang mit dem
Beobachten
der Menschen ringsum uns, was sehr interessant war.
Es war kalt hier oben, aber wir hatten zum Glück unsere Jacken und Flies-Shirts
dabei.
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Und dann färbte sich endlich der Himmel - erst
rot, dann orange und gelb.
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Die Menschen drängten sich, um den besten Blick
auf den Sonnenaufgang zu erhaschen.
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Dann schob sich der Feuerball über die
Bergkette.
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Zunächst wurden nur die umliegenden Berggipfel von
der Sonne beschienen. Die Nebel wallten im Tal. |
Aber bald wurde alles hell und die Schatten
der
Nacht verschwanden. |
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Und dann sahen wir ihn - den berühmten Schatten,
den der spitze Berg in die Landschaft wirft.
Das hat uns tief beeindruckt.
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Die Götter erhalten Spenden in Form von Obst, das
sogar mundgerecht zurecht geschnitten wurde. |
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Wir blieben bis 7 Uhr hier oben und waren mit
dieser Bergbesteigung und uns sehr zufrieden.
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Dann hieß es: abwärts gehen.
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Und das war heftig! Anfangs staute sich oft die
Menschenmenge an den Treppen, denn Alte und Kinder konnten nicht so schnell gehen.
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Weiter unten löste sich das Knäuel, aber wir
brauchten fast eine Stunde für die 4.800 Stufen. Zwischendurch mußten wir
Pausen einlegen, denn die Beine schlotterten heftig von der Anstrengung.
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Gegen halb 9 hatten wir es geschafft, blickten noch
einmal zurück und liefen durch das Dorf zurück zur Lodge, |
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wo schon ein Frühstück auf uns wartete.

Wir waren glücklich und zufrieden, diese doch
heftige Bergbesteigung so problemlos geschafft zu haben. |
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Noch einmal genossen wir den Blick auf den Berg
und dann unser wohlverdientes Frühstück. |
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Es war ein tolles Erlebnis! |
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