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Die Felsenstadt Petra vom
16. - 18. Oktober 2008
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Noch am späten Vormittag erreichten wir Wadi Musa
- die Stadt, in der alle Touristen wohnen,
die Petra besuchen wollen.
Bevor wir in das Tal fuhren, mußten wir einen
Stop an einem Aussichtspunkt machen, denn man hat von hier einen wunderschönen
Überblick über das Wadi und die Felslandschaft in der Petra liegt.
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Wir fanden unser Hotel sehr schnell, denn es
überragt viele der hiesigen Häuser und sah nett aus.
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Es entpuppte sich allerdings als unterste
Mittelklasse und die Aussicht aus unserem Fenster beschränkte sich auf einen
riesigen Fels- und Sandhaufen.
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Wir stärkten uns mit einem traditionellen
Beduinengericht - eine Art Gemüsepfanne und Lammkoteletts für Hannes.
Danach beschlossen wir, schon mal eine erste
Stippvisite in die Felsenstadt zu unternehmen. |
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Wir kaufen am Visitor-Center
Eintrittskarten für
2 Tage á 26 JD (ca. 28 €).
Der Eintritt für 1 Tag kostet 21 JD!
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Wir passierten das Eingangstor.
und sind ja sooo
gespannt.
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Zunächst geht man ca. 1 km durch relativ offenes
Gelände. Hier gibt's aber auch schon verschiedene Gräber zu bestaunen.
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Man kann diesen Weg auch auf dem Rücken von Eseln
oder Pferden oder in einer Kutsche bewältigen.
Wir gehen natürlich zu Fuß.
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Nach 20 min. erreichen wir den Eingang des Siq -
der eigentlichen Schlucht.
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Jetzt geht man noch mal gut 1 km durch die enge
Felsengasse, wo oft nie ein Sonnenstrahl hinfällt.
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Die Felswände werden hoch und höher.
Wir sind tief
beeindruckt.
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Nach einer guten halben Stunde öffnen sich die
Felswände
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und wir stehen vor dem Schatzhaus, das
eigentlich keines ist, sondern wahrscheinlich ein Grabmal.
Wegen diesem
grandiosen Bauwerk, daß wir schon von vielen Bildern kennen, sind wir
hergekommen
und können kaum fassen, davor zu stehen.
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Wir schauen kurz in die riesige Halle |
und gehen danach durch den kleinen Siq - |
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vorbei an weiteren Grabmählern und
kommen aus
dem Staunen nicht
mehr heraus. |
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Das Farbenspiel, das die Natur hier mit den
Sandsteinfelsen geschaffen hat, erscheint uns unfaßbar.
Es scheint wie mit
Farbe gemalt. Unglaublich!
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Wir gehen bis zum Amphitheater und bestaunen
gegenüber die Königswand mit
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dem berühmte Palastgrab, dem Seidengrab, dem
Korinthischen Grab und vielen anderen.
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Die Felswände gleichen oft einem löchrigen Käse
und man darf überall auf den Felsen herumklettern. |
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Schwer beeindruckt treten wir am späten Nachmittag
den Rückweg an.
Bloß gut, daß wir ein
2-Tages-Ticket gekauft haben, denn wir haben nur einen Bruchteil, der
Felsenstadt gesehen und werden versuchen, morgen noch ein
paar Highlights zu
besuchen.
Alles schaffen wir sowieso nicht in der kurzen Zeit.
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Gegen 20 Uhr gehen wir noch einmal durch den Siq,
denn wir haben uns Karten für die Veranstaltung "Petra by night" gekauft (kosten
extra 12 JD pro Person!). Es ist romantisch, durch den mit Kerzen (in
Papiertüten) erhellten Weg zu gehen. Highlight ist dann ein kleines Konzert mit
Beduinenmusik vor dem Schatzhaus, wo der ganze Platz davor mit Kerzen geschmückt
ist und die Besucher in einem Kreis darum herum auf Matten sitzen. |
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Am nächsten Morgen gehen wir sehr früh
den Weg ein
3. Mal.
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Der Weg durch den Siq ist fast menschenleer -
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nur die Reinigungskolonne ist schon wieder
unterwegs. Es wird jeder Eseldreck sofort aufgekehrt,
was wir sehr löblich
finden.
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Hinter dem Schatzhaus halten wir uns diesmal links, denn wir wollen als erstes den steilen Stufenweg
zum Opferplatz
erklimmen.
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Nach vielen Stufen und 20 min. Anstieg |
erreichen wir den Opferplatz. |
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Die Obelisken verkörpern wahrscheinlich
Gottheiten der Nabatäer
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und hier sollen Tiere geschlachtet und
den
Gottheiten geopfert worden sein.
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Wir verschnaufen kurz,
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genießen die tolle Aussicht von hier oben
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und steigen wieder ab.
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Wir kommen am Löwendenkmal vorbei,
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am Soldatengrab
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und weiteren ehemaligen Behausungen.
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Es geht eine steile Treppe bergab.
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Wieder gibt es unglaubliche Farbabstufungen in den
Felsen zu bewundern.
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Aber auch den Gartentempel finden wir
beeindruckend.
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Wir klettern wieder in verschiedene ehemalige
Behausungen.
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Dann brauchen wir dringend eine Pause und finden
eine kleine Teestube,
wo wir von einer Beduinenfrau leckeren süßen Tee bekommen.
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Aber auch an anderen Plätzen begegnen wir
Beduinen. Meistens verkaufen sie bunte Steine und andere Souvenirs. |
Ihre Kinder haben sie auch oft dabei, die auf
diesem abwechslungsreichen "Spielplatz" ihren Spaß haben.
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Weiter gingen wir an zahlreichen Gräbern und/oder
vielleicht Wohnungen vorbei. |
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Dann entdeckten wir die Innenstadt und den Cardo maximus. Hier hat mal das Leben pulsiert -
es war quasi der Marktplatz und das Zentrum Petras - mit vielen Läden und
Händlern. |
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Am Ende der römischen Straße finden wir den
Qasr Al Bint - den Palast der Pharaonentochter.
Es ist das am besten erhaltene Gebäude der
Stadt.
Die Überlieferung erzählt, daß
die Prinzessin
versprach, denjenigen zu heiraten, der ihr
fließendes Wasser in den Palast legen kann.
Und tatsächlich hat das einer geschafft.
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Es war Mittag geworden und so
stärkten wir uns in einem der Touristen-Restaurants, die man hier findet, bevor
wir uns an den "gefährlichen" Aufstieg zum Kloster Al Deir wagten. |
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Die Schilder warnen, daß man den Weg nicht ohne Guide gehen soll, aber wir
glauben,
daß die von den Einheimischen aufgestellt worden sind, um Geld zu verdienen.
Sogar Esel tragen die Touristen hier rauf, also kann das nicht so schlimm
werden.
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Und tatsächlich ließ es sich gut gehen.
Die in Fels gehauenen Stufen lassen einem aber schnell den Schweiß aus allen
Poren rinnen.
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Wir bewältigten den Anstieg in 40 min. statt in
1 Stunde, wie die Reiseführer versprechen
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und gönnen uns zuerst mal eine Teepause in einem
der zahlreichen Teehäuser, die es hier überall gibt.
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Dann bewundern wir das Kloster, das sehr beeindruckend ist und sich in einem
sagenhaft
guten Zustand befindet.
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Es gibt auf dem Gelände verschiedene Aussichtspunkte,
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die fantastische Ausblicke in die Umgebung
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und in atemberaubende Schluchten bieten.
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Wir erkunden das Gelände und
steigen nach einer Stunde wieder hinunter in die Stadt.
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Wir gehen jetzt auf der römischen Straße entlang, die wohl tatsächlich erst die
Römer gebaut haben sollen, die sich im 1. Jahrhundert hier niederließen.
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Es war inzwischen später Nachmittag und wir mußten langsam an den Rückweg
denken.
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Einen Tee aber gönnten wir uns
noch -
hier kostete er sogar nur 1/2 Dinar (0,57 €). |
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Wir verabschiedeten uns von dieser großartigen Stadt mit einem letzten Blick auf
das Schatzhaus und
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